Strategie



1. Neukunden: Technologie und Cross-Selling

InterCard und unsere Tochtergesellschaft Intrakey gewinnen gemeinsam Neukunden auf der Basis innovativer Technologieentwicklungen. Dabei unterstützen sich die Unternehmen gegenseitig: InterCard bietet Zutritts- und Zeiterfassungslösungen von Intrakey im Hochschulumfeld an – Intrakey bietet multifunktionale Chipkartenlösungen von InterCard an, wenn bei Industriekunden oder Auftraggebern der öffentlichen Hand die Vernetzung der Intrakey-Technologie gewünscht wird. Beiden Unternehmen eröffnet sich so bei geringen Kosten der Zugang zu neuen Märkten und Kundengruppen. Zusammen können InterCard und Intrakey gegenüber dem Kunden als ein Unternehmen auftreten und Service aus einer Hand bieten.


2. Upgradestrategie

Das bestehende Geschäft mit rund 160 Bestandskunden wird durch guten Service stetig gesichert. Derzeit beträgt der Marktanteil InterCard bei Universitäten, Fachhochschulen, Studentenwerken und weiteren Einrichtungen des Bildungssektors (z.B. Bibliotheken) in der Bundesrepublik etwa 80 Prozent. Die Ausweitung der Umsätze national in diesem Segment kann im Wesentlichen durch Upgrades der bestehenden Lösungen erreicht werden. Durch intensive Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen bietet InterCard den Kunden stetig neue, erweiterte Anwendungen an.

Vom Kunden werden die Upgrade-Angebote gut akzeptiert. Sie tragen dazu bei, über viele Jahre aufgrund von Serviceumsätzen, Folgebestellungen und technologisch bedingten Systemwechseln eine gefestigte Kundenbeziehung mit den entsprechenden Umsätzen und Geschäftsmöglichkeiten zu garantieren.


3. OEM-Strategie / Händlervertrieb

Der Ausbau des OEM-Geschäftes mit führenden Kopierer- und Druckerherstellern ist ein wichtiger Aspekt der Unternehmensstrategie. Ziel ist es, InterCard-Lösungen wie IC Print oder das Terminal smartONE direkt an und in den jeweiligen Endkundengeräten, also den Kopierern und Druckern zu platzieren. Die OEMs verfügen zwar über proprietäre Lösungen, deren Kompatibilität allerdings auf die eigenen Geräte beschränkt ist. Im Gegensatz hierzu sind InterCard-Lösungen in ihrer Funktionalität herstellerübergreifend. In den ganz überwiegend inhomogenen Gerätelandschaften der Kunden macht nur eine herstellerübergreifende Lösung Sinn. Ziel ist es, ein skalierbares Produkt- und Software-Geschäft unter Nutzung der bestehenden internationalen Vertriebsstrukturen der Hersteller zu etablieren. InterCard wird zukünftig verstärkt die Produktlinie Kopier- und Druckkostenmanagement, Hardware und auch Software über die weltweit agierenden Hersteller von Kopier- und Drucksystemen vermarkten. Der OEM-Partner übernimmt hierbei sowohl Vertrieb als auch Service.

Intrakey setzt die Händlervertriebsstrategie über sogenannte Errichter und Handelspartner um, die die Produkte an die Endkunden vermarkten. Der Partner übernimmt hierbei den Vertrieb und den After-Sales Service. Hierdurch wird eine bessere Marktabdeckung in Deutschland erreicht. Komplexe Lösungen mit hohem, vergüteten Beratungsbedarf werden weiterhin direkt von Intrakey bearbeitet. Dies auch, weil bei komplexen Systemen die Vernetzung in ein multifunktionales System am meisten Sinn macht und sich also Ansatzpunkte ergeben, InterCard-Leistungen anzubieten.


4. Diversifizierungsstrategie

InterCard hat sich im Bildungsbereich einen hervorragenden Ruf und eine sehr gute Marktstellung erarbeitet. Mit den vorhandenen, bewährten Produkten können neue Märkte erschlossen werden. Multifunktionale Chipkartensysteme machen in vielen Bereichen Sinn. InterCard hat Produkte für verschiedene Märkte entwickelt, die über das bestehende Partnernetzwerk vermarktet werden. Diese Partner sind zum Teil bereits in den anvisierten Märkten tätig, so dass InterCard hier von erleichtertem Marktzugang profitieren kann. Dessen ungeachtet ist sich InterCard der hohen Wettbewerbsintensität in den Zielmärkten bewusst.

ClinicCard: Die ClinicCard adressiert Krankenhäuser, Pflege-, Betreuungs- und Rehaeinrichtungen sowie weitere Dienstleister des Gesundheitsbereiches.

SchoolCard: Ganztagesschulen mit erweitertem Betreuungsangebot und Mittagsverpflegung werden vom Gesetzgeber derzeit stark gefördert. InterCard bietet mit der SchoolCard eine Lösung, die die einzelne Bildungseinrichtung in vielerlei Hinsicht unterstützt.

TeamCard: Dieses Angebot wendet sich an Behörden, Dienststellen und Betriebe, die unterschiedliche Vorgänge auf einer intelligenten Karte bündeln und vernetzen wollen.

Zur Diversifizierung zählt auch die Erweiterung des Angebotsspektrums um die Bereiche Zutrittskontrolle und Zeiterfassung zusammen mit Intrakey. Da Kunden zunehmend die Abwicklung der Projekte aus einer Hand wünschen bietet InterCard Hard- und Software für diese Anwendungen als Systemanbieter an.


5. Internationalisierungsstrategie

InterCard verfügt über ein internationales Vertriebssystem mit Partnern in mehr als 40 Ländern. In der Vergangenheit besaß der internationale Vertrieb aus Ressourcengründen keine Priorität. Dennoch gibt es dank der hervorragenden Produkte und Lösungen bereits zahlreiche internationale Kunden. Inzwischen ist InterCard nun so aufgestellt, dass die Internationalisierung des Geschäftes konsequent betrieben wird. Dabei wird sich das Unternehmen zunächst auf die Kernkompetenz der UniCard für Universitäten, Fachhochschulen, Studentenwerke etc. konzentrieren.